Steinbock

Motto – ehrgeizig und beständig strebe ich trittsicher und unbeirrt mit all meinen Fertigkeiten meinem Ziel entgegen!

Die Steinbock-Typologie: 22.12 - 20.01

Das Sternzeichen Steinbock mit einer kleinen Kurztypisierung, der die Basis prägenden grundsätzlichen Wesenszüge und -anlagen sowie weitere ergänzende und erforderliche Aufgaben im Laufe des Steinbock-Lebens.

Wenn ein Menschenkind im Zeitraum 22. Dezember - 20. Januar auf diese Welt geboren wird, so ist es aus Sicht der Astrologie ein Steinbock geworden und das zehnte Sternzeichen im astrologischen Tierkreis.

Ein Tierkreiszeichenabschnitt eines Sternzeichens umfasst im Horoskop je ein Haus mit rund 30 einzelnen Graden, diese sind wiederum eingeteilt in Einzelgrade zu je 10 Grad. So entstehen die verschiedenen einzelnen Dekaden bzw. Dekanate. Dies gilt für alle Sternzeichen, mit dem Unterschied, dass in den einzelnen Dekaden der Sternzeichen jeweils spezielle Planeten die Planetenkräfte unterschiedlich stark entfalten bzw. zu Tage treten und die Wesenszüge beeinflussen und entsprechend einfärben. So wird astrologisch das 10. Haus im Radix dem Sternzeichen Steinbock zugeordnet.

Die 3 Steinbock-Dekaden sind in nachfolgende Zeiträume unterteilt:

  1. Dekade: 22.12.-31.12 : Steinbock 01°- 9° 59' = Die Saturnkraft regiert diesen 1. Abschnitt.
  2. Dekade: 1.1.-10.1. : Steinbock 10°-19° 59' = Im 2. Abschnitt überwiegt die Venuskraft.
  3. Dekade: 11.1.-20.1.: Steinbock 20°-29° 59' = Im 3. Abschnitt herrscht die Merkurkraft.

Jeder der einzelnen drei Dekaden werden wiederum verstärkte und abgeschwächte Grade zugesprochen, auf bzw. in welchen, verschiedene Planeten eine stärkere oder schwächere Wirkung entfalten. Dies hängt auch mit den Aspekten zusammen, die ein Planet in einem Zeichen empfängt bzw. von anderen Planetenverbindungen aspektiert wird oder auch ohne Besetzung frei oder besetzt sein kann.

Darüber hinaus finden sich auch noch Achshäuser im Horoskop die jeweils mit einem Haus in direkter Verbindung stehen. Diese gegenüberliegenden Häuser zeigen Entwicklungstendenzen und Lebensaufgaben an, die gemeistert werden wollen bzw. in die eigene Persönlichkeitsstruktur integriert werden möchten. Für den Steinbock ist dies das Haus 10 zu Haus 4 und umgekehrt: Achse Ziel und Herkommen - (Saturn und Mond).

Der Steinbock als dritter Vertreter der Erdzeichen ist ein eher unruhiger und lebhafter Geselle. Er befindet sich im vierten und letzten Quadranten, der für die bewusste Ebene steht und die Ich-Seite im Horoskop symbolisiert. Der letzte Quadrant (Erde und Realität) verdichtet die vorangegangenen drei Quadranten (1. Feuer-Trieb, 2. Wasser-Emotionen, 3. Luft-Geist) und drängt zum öffentlichen Ausdruck, zur Darstellung und bringt den Zeitgeist materialisiert in die Außenwelt zur Betrachtung und Beurteilung für diejenigen, die bereits gelernt haben zu sehen und in aller Bewusstheit erfassen und beurteilen können und ggf. korrigieren müssen.

Die sogenannte Himmelsmitte (Medium Coeli) am 10. Haus verortet, hier steht die Sonne auf ihrem Kulminationspunkt, bezeichnet die Spitze des zehnten Hauses. Die Himmelsmitte symbolisiert den Beruf, die Öffentlichkeit (wie man sich nach Außen hin darstellt, zeigt und zeigen will) und vor allem die eigene Berufung. Das 10. Horoskop-Haus ist mit dem Steinbock-Prinzip assoziiert.

Der Steinbock gehört zum Erdtyp unter den Sternzeichen. Er ist ein kardinales, weibliches, introvertiertes Yin-Zeichen. Nach der Elementen Lehre von Aristoteles ist es im Bereich des phlegmatischen Temperaments anzusiedeln.

Einem Steinbock fällt es aller Regel nach schwer nur ruhig da zu sitzen und einfach abzuwarten. Er muss ständig in Bewegung sein und auch bleiben. Er verspürt einen inneren Drang etwas zu leisten und nach etwas zu streben (voran, höher und immer weiter), sei es nun materieller Besitz, kleine oder große Verantwortung zu übernehmen und auch zu tragen oder sich einfach um andere zu kümmern (bei anderen einzumischen) und zu organisieren. Eine „nur“ durchschnittliche Leistung reicht ihm selbst nicht aus, es muss schon irgendwie herausragend und bemerkenswert sein – einfach ordentlich eben. Die avisierten Ziele erreicht der Steinbock in jedem Fall auf Teufel komm raus, kommt ihm auf seinem Weg dabei jemand in die Quere schreckt er auch vor Brutalität nicht zurück. Ein Steinbock möchte etwas erreichen und etwas Darstellen in der Welt. Er strebt nach Anerkennung, nach Image und Prestige, ohne jedoch unbedingt in der ersten Reihe stehen zu wollen. Was er erreicht hat das möchte er auch stolz zeigen können.

Von einem einmal eingeschlagenen Weg ist der Steinbock nur schwer abzubringen. Ist der Impuls, der Anstoß zur Handlung zum Steinbock durchgedrungen rennt er unerschrocken die steilsten und steinigsten Berge unbeirrbar hinauf – eine Umkehr ist erst möglich, wenn er den Gipfel erreicht hat und erst dann feststellt, dass es der falsche Gipfel war. Zwischenrufe und Steinschläge ignoriert er geflissentlich, selbst wenn der Abgrund bevorsteht. Er weiß es so gut wie immer besser. Durch sein gegebenes Geschick schafft er es auch immer wieder sich in selbst hochkomplizierten Verhältnissen zu Recht zu finden und alle Problemstellungen erfolgreich zu lösen. Aufgaben und Problemen begegnet er wohlüberlegt, intuitiv und lösungsorientiert, er ist ein Pragmatiker.

Insofern sind dem Sternzeichen Steinbock weitgehend grundsätzlich gute strebsame Grundeigenschaften und Talente mitgegeben. Beispielsweise die Ausdauer, die Disziplin…doch ein Talent allein ist nicht ausreichend, sondern es muss stetig verfeinert, adjustiert und konsequent trainiert werden. Der Steinbock verfügt in seinem Naturell über eine gute Intuition, schaut auch rechts und links, reflektiert flott in Business Angelegenheiten und integriert neu gewonnene Erkenntnisse in seine Arbeitsaufgaben. Im beruflichen wie auch im privaten Leben fordert er stets für eine erbrachte Leistung auch eine Gegenleistung. Dies unterstreicht sein permanentes Streben nach Unabhängigkeit. Was ein Steinbock u.a. auch noch lernen muss ist, dass auch er für eine Leistung eine Gegenleistung zu erbringen hat, und zwar selbst aus sich heraus – nicht über Dritte eine Leistung erbringen zu lassen. Auch deswegen wird ihr „echter“ Freundeskreis eher überschaubar bleiben. Aufgrund seiner Starrheit ist es ihm nicht in die Wiege gelegt ernst gemeinte und herzliche Menschen rechtzeitig zu erkennen und in seinem Leben zu behalten. Die Steinbock-Bekanntschaften sind jedoch weitreichend und zahlreich aber nicht unbedingt wahrhaft, was der Steinbock leider erst in allerhöchster Not bemerkt. Oft ist es dann zu spät. Getreu dem Ausspruch – gestern stand ich am Abgrund und heute aber bin ich den letzten entscheidenden Schritt weiter!

Sein methodisches Vorgehen (oft auch egoistisches und egozentrisches) ist gekennzeichnet durch ein hemdsärmeliges, aufgeräumtes und ordnungsliebendes Handeln. Die gesetzte Zielvorstellung ist realistisch.

Ein Steinbock sollte jedoch trotz aller vermeintlicher Power seine Belastungsfähigkeit nicht überschätzen, die Nerven immer wieder schonen und sich eine Auszeit gönnen – sonst geht der Akku kaputt. Ruhephasen sind enorm wichtig für dieses Sternzeichen, nicht nur um den Akku immer wieder zu laden, sondern auch seinem Streben nach Rückzug aufrechtzuerhalten. Alsbald sich sein Äußeres beginnt ungewollt zu verändern muss er auf „Pause“ drücken und eine bewusste Auszeit nehmen, denn dies sind erste Anzeichen dafür, dass sein Nervensystem droht aus dem Gleichgewicht zu geraten. Weiterhin sollte ein Steinbock bemüht sein, nicht in übertriebene Selbstgerechtigkeit abzudriften und stets auf die richtige Ernährung zu achten ist überaus wichtig. Ärger schlägt ihm allzu schnell auf den Magen und ist das Maß voll kocht ihm schon mal die Galle über.

Gerät der Steinbock ins Ungleichgewicht treten leider auch negativere Seiten seiner Persönlichkeitsstruktur zu Tage. Er verurteilt dann häufig allzu schnell, weil er sich persönlich verletzt sieht und kann sich zur emotionalen bösartigen Giftspritze entwickeln. Intrigen und Rachegefühle gepaart mit Starrheit und einer nachtragenden, bösen Zunge bringen ihn dann von seinem Weg ab und lassen den Steinbock zum Wolf im Schafspelz mutieren, der seine Widersacher eiskalt gegen die Wand laufen lässt.

Als Chef erscheint er unnahbar und ist zu Kollegen und Mitarbeitern sehr distanziert und reduziert alles Zwischenmenschliche auf das rein Zweckgebundene und das Erforderliche. Er sollte darauf achten sich im Beruflichen, wie auch im Privaten nicht zum gnadenlosen Sklaventreiber zu entwickeln. Vorteilhaft für einen Steinbock ist es, zeitig zu lernen mit offener und öffentlicher Kritik umzugehen. Auch ein rasches Erlernen der Emotionskontrolle (wie besonders bei allen behörnten Sternzeichen) ist definitiv erforderlich. Auch die Steinböcke müssen einsehen, nicht alles in sich hineinzufressen, sonst schlägt es auf den Magen. Wut- und Zornesausbrüche bezeichnen nur den Kontrollverlust über das eigene Selbst – je nach aktueller Entwicklungsphase – mehr oder weniger stark auftretend.

Das Sternzeichen Steinbock findet seine Polarität, seine eigentliche Ergänzung, im vierten Tierkreiszeichen, im Krebs. Die weiche, gefühlvolle mütterliche Liebe und Zuneigung ist der Ausgleich zum harten, sich selbst und andere prüfenden Wesenskern. Es ist die astrologische Achse schlechthin, die bei Beachtung und Integration vom Dunkel ins Licht führen kann. Die „gesunde“ Mitte ist letztlich dann das Maß aller Dinge. Ein langer, aber ein ausgesprochen guter Weg, der einem Steinbock dazu verhilft, sich auch emotional (nervlich) zu erden.

Es dauert, bis ein Steinbock sich für eine Partnerschaft öffnet. Er möchte nicht ausgenutzt werden. Er hat ein großes Bedürfnis nach Liebe und Zärtlichkeit. Ein Steinbock ist eher reserviert und abwartend, in Partnerangelegenheiten manchmal auch zu lange abwartend – dann ist der Zug abgefahren. Wenn er jedoch von Anfang an Feuer und Flamme ist, kriegt das sein Gegenüber ganz schnell mit! Und ein Versprechen eines Steinbocks ist nahezu eine Garantie, in jederlei Hinsicht. Trotz allem steckt auch im Steinbock unter einer rauen Schale ein weicher Kern.

Somit liegt auf der Hand, dass der Weg in die eigenen Tiefen des Steinbocks zwar absolut die ein und andere Anstrengung erfordert, oft jedoch aus Angst vor sich selbst nicht gegangen wird. Steinböcke sollten diese Chance jedoch bei erstem Erkennen der Anzeichen hierzu nutzen, um sich selbst näher zu kommen, die Nerven zu beruhigen und nach Schließung der offenen Baustellen noch sicherer die steilen Berghänge hinauf und hinab springen zu können.

Der Steinbock und die Liebe

In Liebesangelegenheiten interagieren die kühlen und, von Natur aus kalten Steinböcke, manchmal recht positiv doch auch leidenschaftslos mit einem Stier, Skorpion oder Jungfrau möglicherweise auch mit einem Fisch. Doch ist in allen Partnerangelegenheiten wie auch Liebesdingen und sonstigen zwischenmenschlichen Verbindungen für den Steinbock eine Devise festgeschrieben: Kehre zuerst vor Deiner eigenen Tür! Somit hängt es mehr als 50% von einem Steinbock ab, ob er in einer Partnerschaft funktioniert und eine nachhaltige und langfristige Partnerverbindung aufbauen und aufrecht halten wird können. Eine Verbindung, die nach Außen hin toll aussieht das wird er wohl irgendwann hinbekommen, doch ob dies auch zu wahrer, vollumfänglicher und selbstloser Liebe reicht, das steht im wahrsten Sinne des Wortes in den Sternen.

Jahreszeit: Winterbeginn
Farbe: Indigo
Element: Erde
Planet: Saturn
Metall: Blei
Steine: Onyx, Chrysopras, Chalzedon nach Hildegard von Bingen

Thema: In der Verbindung der Gegensätze liegt die Wahrheit begründet – Härte benötigt (emotionale) Weiche, sonst droht Verkrustung!

Tipp: Auf die Ernährung Acht geben und tägliche Bewegung an der frischen Luft. Auch rhythmische Sportgymnastik, die seine Gelenkstruktur nicht sonderlich belastet, ist für den Steinbock eine gute körperliche Betätigung.